Büro von François Linke

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Altertumsbeschreibung

LINKE François (1855 -1946)

Schreibtischtisch aus Palisander und violettem Holzfurnier, der sich zu einer Schublade im Gürtel öffnet. 

Ornamente aus vergoldeten und fein ziselierten Bronzen, charakteristisch für den großen Kunsttischler.

Die vergoldete, in Barrenform gegossene Bronze hat eine rautenförmige Intarsienarbeit.

Stempel in unserer Werkstatt lackiert.

Signiert auf dem Schloss und innen Bronze.

Um 1880.

Höhe 73 cm, Breite 75 cm, Tiefe 46 cm.


Ähnliches Modell abgebildet auf Seite 490, Tafel 278, in "François LINKE, die Belle Époque der französischen Möbel" von Christopher Payne.

François LINKE (1855-1946) war zweifellos der bedeutendste Pariser Möbeltischler seiner Zeit. Zunächst Lehrling in seiner Heimatstadt Pankraz in Böhmen, kam Linke 1875 nach Paris und gründete 1881 seine eigene Werkstatt in der 170 rue du Faubourg Saint-Antoine, später eine Filiale in der 26 place Vendôme. Linkes internationaler Ruf war bereits gut etabliert, als 1900 die Weltausstellung in Paris stattfand, wo sein Talent und seine Kreativität unübertroffen blieben: Die Messe krönte seinen Erfolg und stärkte die finanzielle Stabilität seines Unternehmens, wodurch er neue Märkte im Ausland erobern konnte. Wie seine Zeitgenossen wie Beurdeley und Dasson schuf er Kopien und Pastiche, die von den aufeinanderfolgenden Stilen des 18. Jahrhunderts oder den berühmtesten königlichen Möbeln inspiriert waren, aber er illustrierte sich auch in der Gestaltung üppiger Werke, indem er den Stil Ludwigs XV. mit dem Jugendstil vermischte. Linke arbeitete insbesondere mit einem berühmten Bildhauer, Léon Messagé, zusammen. 1904 wurde er Officer of Public Instruction und nahm an der Ausstellung in Saint-Louis in den Vereinigten Staaten teil. Im Jahr 1905 wurde er zum Juror der Lütticher Ausstellung ernannt und am 11. Oktober 1906 wurde ihm die Ehrenlegion verliehen. 

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